Umzug mit dem Kind ins Ausland, unmöglich bei gemeinsamer elterlicher Sorge?

Möchte ein Elternteil mit dem Kind (den Kindern) ins Ausland verziehen und übt auch der andere Elternteil die sog. Mitsorge (gemeinsame elterliche Sorge) für das Kind aus, so ist ein Umzug mit dem Kind – stimmt der andere Elternteil dem Umzug nicht zu – davon abhängig, dass dem Elternteil, das den Wegzug begehrt, das Aufenthaltsbestimmungsrecht für das Kind übertragen wird. Eine solche Übertragung erfordert einen Beschluss des Familiengerichts. Derartige Fälle fordern vom Gericht und den Beteiligten oft viel ab, denn eine derartige Umzugsentscheidung hat oft – bei entsprechender geographischer Distanz – immer auch Auswirkung auf das bisher praktizierte Umgangsmodell. Das Gericht hat anhand verschiedener Faktoren festzustellen, ob der Umzug dem Kindeswohl besser entspricht, als mit dem „anderen“ Elternteil in Deutschland zu verbleiben. Aus unerfindlichen Gründen, gehen viele Eltern von vornherein davon aus, dass ein solcher Umzug unmöglich ist. Dem ist nicht so. Der Umzug muss dem Kindeswohl entsprechen. Das Gericht hat sich dann aber auch mit den Bedingungen am anvisierten ausländischen Wohnort auseinanderzusetzen. Es ist Aufgabe des Gerichts diese – auch durch entsprechendes Verlangen gegenüber dem Elternteil das den Wegzug begehrt – zu ermitteln. Wir als Anwälte haben in den letzten Jahren viel Erfahrungen mit derartigen Fällen, insbesondere bei geplanten Umzügen in die USA und nach Kanada gesammelt und stehen Ihnen gerne zur Seite. Dabei haben wir bisher beide Perspektiven, sowohl die des Elternteils der den Umzug mit den Kindern wünscht, als auch die des Elternteils, der im Falle eines Umzugs „zurückbleiben“ würde, kennengelernt.